So wie die Erde ist / Muß die Erde nicht bleiben
Karin Krauthausen moderiert den Eröffnungsabend der Brecht-Tage 2026
Die diesjährigen Brecht-Tage widmen sich Brechts Denken über Natur, Landwirtschaft und Technik im Spannungsfeld von Kapitalismus, Sozialismus und Klimakrise. Ausgehend von Bertolt Brechts Texten wird untersucht, wie Industrialisierung der Landwirtschaft, grüne Revolution und Klassenkampf unsere heutige Zeit beeinflussen. Im Mittelpunkt steht eine wichtige Frage: Wie können Brechts Werke bei den aktuellen Diskussionen über die Zerstörung der Umwelt, die weltweite Ernährung und eine gerechte und ökologische Veränderung der Gesellschaft helfen?
Wir freuen uns sehr, dass Clustermitglied Karin Krauthausen am Montag, den 9. Februar, den Eröffnungsabend der Brecht-Tage 2026 moderieren wird. Die Veranstaltung im Literaturforum im Brechthaus wendet sich Brechts zuerst 1950 erschienenem Langgedicht »Die Erziehung der Hirse«, das in der Rezeption zumeist auf Verständnislosigkeit und Ablehnung stieß, zu und rückt es in einen zugleich werk- und wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhang.
Ausgehend von einer Rundfunkaufnahme des Musikepos »Die Erziehung der Hirse« von Bertolt Brecht und Paul Dessau von 1954, werden Peter Berz und Helmut Höge im sich anschließenden Gespräch die biologiegeschichtlichen und agrarwissenschaftlichen Quellen der Dichtung in den Blick nehmen.
Die Brecht-Tage sind eine Kooperation des Literaturforums im Brecht-Haus mit dem Netzwerk Naturwissen am Museum für Naturkunde Berlin, dem Zeiss-Großplanetarium Berlin, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Fachgebiet Literaturwissenschaft der Technischen Universität Berlin und andcompany&Co.
Vom 6. bis 12. Februar finden an verschiedenen Orten in Berlin Filmvorführungen, Lesungen, Podiumsgespräche und Vorträge statt. Das vollständige Programm findet sich auf der Website des Literaturforums im Brecht-Haus.
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin